RESPOND ist ein Forschungsprojekt der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg. Ziel des Projektes ist es die notwendige wissenschaftliche Evidenz zu erbringen um Versorgungsstrukturen für Asylsuchende nachhaltig effektiver, effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten.

Das Forschungsprojekt umfasst eine Laufzeit von fünf Jahren (2016-2021) und ist in zwei Studienphasen und neun Arbeitspakete („work packages“ – WP1-9) aufgeteilt. In Studienphase 1 (WP1-5) werden durch Erhebung und Analyse qualitativer, quantitativer und Routine-Daten modifizierbare Barrieren der Versorgung identifiziert. Auf der Grundlage dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse werden in einem Tailoring-Prozess Lösungsansätze und Interventionen zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen gefunden. In Studienphase 2 (WP6-9) werden Lösungsansätze in ausgewählten Regionen und Settings pilotiert und evaluiert, um sie dann in anderen Regionen implementieren zu können.

RESPOND grenzt sich dabei von anderen Studien zur Gesundheit von Asylsuchenden ab, da es nicht primär um die Erfassung einzelner Krankheitsbilder, sondern die Organisation regionaler Versorgungsstrukturen und des Gesundheitssystems als Ganzes geht. Hierfür wird auf lokaler Ebene zwischen verschiedenen relevanten Versorgungssettings unterschieden um ein differenziertes Bild der Strukturen und des zukünftigen Handelsbedarfs zu erhalten.